Lipödem – Fett und faul, oder doch irgendwie mehr?

Ich möchte vorweg schicken: Den Titel habe ich gewählt, weil viele übergewichtige Menschen so wahrgenommen werden. Nicht nur beim Lipödem, sondern viel häufiger steckt mehr hinter hartnäckigen Pölstern, als angebliche Faulheit oder Inkonsequenz. An dieser Stelle also ein dringendes Appell, füllige Menschen nicht vorschnell zu verurteilen. Selbst, wenn sie mal die Dreistigkeit besitzen sollten, auch noch in aller Öffentlichkeit ein Eis zu essen.

Heute liegt allerdings der Schwerpunkt auf dem Lipödem.

Lipödem
Quelle: Pixabay

Meine Beine sind seit Beginn der Pubertät unproportional fülliger, als der Rest meines Körpers.
Und schwabbelig. Und dellig.

 

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Sehr viel Sport und Ernährung mit 90% Gemüse über Jahre schlugen nur wenig an. Ich konnte das Hautbild und die Straffheit mit enormem Aufwand etwas verbessern, aber der Effekt stand in keinem akzeptablen Verhältnis.

Ich neigen nämlich auch stark zu anhaltenden Erschöpfungszuständen.

Und mit 10-20 kg mehr als notwendig an den Beinen fehlte mir auch etwas Leichtigkeit, um Joggen etc. wirklich zu genießen.
Vor ziemlich genau zwei Jahren begegnete mir endlich das Symptombild des Lipödems, und bestätigte mir, was ich schon lange wusste.

Ich war nicht einfach zu faul und inkonsequent. Da steckte mehr dahinter, als man einfach wegtrainieren kann.

 

Lipödem

 

Bei meiner Recherche bezüglich dieses Symptombildes wurde ich allerdings unglaublich wütend. Überall schrie es mir entgegen, dass ich damit nun leben müsse, und froh sein kann, wenn ich ein Fortschreiten der ‚unheilbaren Krankheit‘ aufhalten könne. Ansonsten stünde mir ein langer Leidensweg bevor, der nur durch Fettabsaugung temporär gelindert werden könne.
Ich habe geheult, vor Wut.

Was entstehen kann, kann auch wieder zurückgehen.

Außerdem hatte ich ja schon gesehen, dass es mal besser, mal schlechter war. So begann eine weitere Forschungsreise, bei der ich die Vorgänge in mir besser verstehen lernte.
In den Schwangerschaften waren meine Beine deutlich schlanker und das Lipödem zeigte sich erstmals offensichtlich zu Beginn der Pubertät – ein Hinweis auf Korrelationen mit dem Hormonhaushalt. 

Frauen in meiner Familie mütterlicherseits schienen ebenfalls betroffen.

 

Lipödem
Auch diese beiden Schwestern leiden, wie der Rest der Frauen in ihrer Familie, unter dem Lipödem. Beide haben bereits eine sehr starke Lymph-Stauung, speziell bei warmem Wetter, die ihnen gelegentlich auch Schmerzen bereitet.
Auf dem Bild gut sichtbar ist der ‚Fettkragen‘ über den Knöcheln, welcher eines der Unterscheidungsmerkmale zu Übergewicht ist.
Bei Übergewicht sind auch die Füße und Hände selbst vermehrt mit Fettgewebe ausgestattet. Das Lipödem wird auch Fettschwellung genannt, weil eher Bereiche anschwellen, in denen es auch vermehrt Fettgewebe gibt.

 

Mitochondriale DNA wird nur von der Mutter vererbt, und somit auch eventuelle Dysfunktionen, sofern sie nicht über Epigenetik ausgeglichen werden.
Die Mitochondrien können wir aufpäppeln mit Kraftsport und guter Mikronährstoffversorgung.

Frauen aus Lipödem-Gruppen berichteten von deutlichen Verbesserungen während des Ausübens von Kraftsport.

Ich erlag leider während früherer Bemühungen dem Mythos, dass Ausdauersport für die Fettverbrennung wichtig wäre.
Nach der ersten Schwangerschaft war ich gesundheitlich stark mitgenommen, und die Lage spitzte sich weiter zu. Meine Verdauung lief grauenhaft, 6 Monate nach der Geburt hatte ich ein höheres Gewicht als jemals zuvor, war dauererschöpft und wirklich verzweifelt.

Also habe ich aufgehört, tierische Produkte und Gluten zu essen.

 

Lipödem
Besserer Zustand als mit 20, wegen glutenfreier und veganer Ernährung, trotz viel Stress und schwerem Zugang zu hochwertiger, frischer Nahrung im Juni 2017.

 

Stattdessen habe ich begonnen, viele hochwertige, pflanzliche Fette in meine Ernährung zu integrieren, begonnen, Wildkräutersmoothies zu trinken und meine erste Leberreinigung nach Moritz durchgeführt.
(Diese Methode ist umstritten, aber ich erlebte sie als sehr wirksam. In einem eigens diesem Thema gewidmeten Beitrag werde ich auch näher darauf eingehen, warum ich die Kritik als haltlos erachte.)
Mein Oberschenkel-Umfang* schrumpfte ohne Sport langfristig um 10 cm. Meine Stimmung, Verdauung, sonstiges Wohlbefinden, einfach ALLES war besser.

*Am Oberschenkel zeigt sich ein Lipödem meist als erstes. Inzwischen habe ich auch eine Veränderung meiner Arme bemerkt, die nun wieder schwach rückläufig ist. Seltener sind die Arme zuerst betroffen.

Und so war die Gesundheits-Enthusiastin geboren, die ich heute bin.

Die Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan, und für den Hormonhaushalt sehr wichtig. Gleiches gilt für die Nieren, und auch der Darm ist maßgeblich an Ausscheidung und Hormonproduktion beteiligt. Er produziert satte 80% der Hormone!!
Nun leuchtet mir also die These von der wunderbaren Alexandra Stross ein. Sie erscheint mir absolut plausibel, wenn ich überlege, was mir bisher geholfen hat.
Die These besagt, dass wir eventuell einfach Toxine, Stoffwechselabfallprodukte und mehr, kurz mit dem umstrittenen Begriff ‚Schlacken‘ benannt, im Bindegewebe einlagern.

Dort muss so manches verdünnt werden, um keinen Schaden anzurichten. Mit Lymphe.

In der Schwangerschaft und während der Stillzeit wird auch von Schulmedizinern davon abgeraten, eine Reduktion des Fettgewebes zu vermeiden, da im Fettgewebe auch Toxine eingelagert werden, welche ansonsten in den Blutstrom gelangen, bevor sie im Idealfall ausgeschieden werden können.

Das passt doch alles seeeeeehr gut zusammen, finde ich.

Auch andere haben schon experimentiert, und berichten teils von deutlichen Verbesserungen nach Einnahme von etwa Zeolith. Welches die Darmgesundheit unterstützt, indem es Toxine bindet und leicht ausscheidbar macht.
Oder mit Steinklee, der mit einem progesteronähnlichen Stoff unter anderem auf den Hormonhaushalt wirkt, sowie Kapillaren stärkt und die Nieren anregt.
Die Nebennieren sind Hormondrüsen, welche auf den Nieren sitzen. Sie sind unser ‚Stress-Organ‘, regeln unseren Wasserhaushalt, schütten Adrenalin, Cortisol und Co aus. Diese Hormone werden aus Progesteron gebaut. Somit könnte also ein Progesteronmangel, sowie eine Ermüdung der Nebennieren zu Erschöpfungszuständen und Ungleichgewichten im Wasserhaushalt führen.
Nieren stehen ebenfalls in Zusammenhang mit Ödemen,  welche sich gern auf diesem Weg verabschieden. So kommt es, dass manche Frauen nach der Geburt innerhalb weniger Tage 20 kg auspinkeln.
Ich musste damals am Anfang der Schwangerschaften dauernd aufs Klo, und bald waren meine Beine schlank.

Insofern lohnt es sich ganz sicher, auch die Nieren im Blick zu behalten und ihnen Gutes zu tun.

Zudem können durchlässige Nieren eine Eiweißmangel auslösen, welcher bewirkt, dass Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins Gewebe abwandert, weil im Blut nicht genug Eiweiß vorhanden ist, um die Flüssigkeit über osmotischen Zug zu halten.
Wenn Urin schaumig ist, ist das ein Hinweis auf durchlässige Nieren. Mit Urin-Test-Sticks, die recht günstig auch in der örtlichen Apotheke erworben werden können, kann der Urin getestet werden.
Werden allerdings große Eiweißmoleküle im Bindegewbe eingelagert, die vielleicht aufgrund einer durchlässigen Darmwand im Gewebe gelandet sind, ziehen auch diese das Wasser ins Bindegewebe.
Beim Lipödem halte ich es für wahrscheinlicher, dass Eiweiß am falschen Ort ist, da der Eiweißmangel eher die klassischen Lymphödeme bedingt.
Ich vermute jedoch, dass beides parallel möglich ist, weswegen die Nieren, wie gesagt, im Auge behalten werden sollten. Zumal sie ja auch stark gefordert werden, wenn die Ödeme sich verabschieden.

Eine Frau in einer Lipödem-Gruppe berichtete auch von einer Blutegel-Anwendung am Knie, wegen Arthritis oder einer ähnlichen Beschwerde.

Das Bein an dem die Anwendung erfolgte, war danach deutlich schlanker.

Nun ist es so, dass Blutegel durch ihren Speichel ebenfalls die Entgiftung und Ausscheidung anregen, und zwar über stundenlanges nachbluten. Das kann als sanfter Aderlass gesehen werden, und ich frage mich, ob diese Methode beim Symptombild Lipödem nicht eine deutlich einfachere, sicherere und auch günstigere Option gegenüber der Liposuktion, also der Fettabsaugung wäre.

Keinesfalls kann eine Blutegel-Behandlung achtsame Ernährung und Bewegung ersetzen!

Aber eventuell doch gut unterstützen. Steht jedenfalls auf meiner To-Do-Liste! Und auch mit Faszien und deren Training möchte ich mich noch intensiver Beschäftigen. Für die Faszien ist allerdings Bewegung das wichtigste, da bin ich also dran.

Kompressionsstrümpfe und Lymphdrainage, ob nun manuell Automaten, können scheinbar Symptome lindern. Soweit ich mitbekommen habe, lohnt sich die Kompressionsstrumpf-Odyssee eher erst, wenn das geschwollene Fettgewebe schon oft schmerzt. Davor scheint es eher die Nerven zu belasten, als irgendetwas anderes.

Lymphdrainage ist sicherlich sinnvoll.

Als alleinige Maßnahme jedoch wahrscheinlich zu wenig. Auch Atemübungen mit tiefer Bauchatmung sind sehr sinnvoll, um den Lymphfluss zu unterstützen, da hierbei eines der größten Gefäße des lymphatischen Systems massiert wird.
Laut Rebecca Maria Joy bewegt sich bei korrekter Tiefenatmung dreimal so viel Lymphe wie beim Trampolinspringen.

Momentan bemerke ich noch Verbesserungen meiner Darmgesundheit Dank Kelp-Algen, welche ebenfalls Toxine binden und mich mit organisch gebundenem Jod versorgen, welches einen der wichtigsten Bausteine für unser Hormonsystem darstellt. Meine Leistungsfähigkeit und geistige Klarheit hat seit der Einnahme stark zugenommen.
Andere haben gute Erfahrungen mit Zeolith,der sich laut ihren Aussagen auch merklich positiv auf das Lipödem ausgewirkt hat. Auch Zeolith und Heilerde binden Toxine und verbessern die Darmgesundheit.
Bor gilt ebenfalls als sehr wichtig, vor allem für den Hormonhaushalt. Bor führe ich über meine Wildkräuter-Säfte und -Smoothies zu.
Meine durchlässige Darmwand (a.k.a. Leaky Gut) ist übrigens am heilen, erlaubt mir aber noch keine all zu großen Schludrigkeiten.
Da ich inzwischen auch schon eine sekundär erworbene Neigung zu Lymphödemen habe, merke ich teils sofort an geschwollenen Zehen, wenn ich wieder Gluten, tierisches Eiweiß oder minderwertiges Fett gegessen habe.
Das scheint mir auch nicht verwunderlich, da eine durchlässige Darmwand große Moleküle wie die Klebereiweiße Gluten und Casein durchlassen.

Diese werden tatsächlich exakt so verwendet, nämlich als Kleber!

Und da ich auch mit Nesselsucht gesegnet bin, kann ich aus erster Hand berichten – das klappt ebenso mit der Lymphe.
Bei Nesselsucht bilden sich nämlich Blasen auf der Haut, und wenn die Hornhaut zu dick ist um leicht aufzugehen, wie z.B. an den Füßen, dann kann sich da ordentlich Druck aufbauen, wenn es heftig ist.

War es.

Also wurde aufgeschnitten, aber innerhalb von Sekunden hatte sich alles wieder verklebt. Und zwar so heftig, dass sich neuer Druck aufbaute und wieder geschnitten werden musste. Das wiederholte sich eingie Male, bis dann alles draußen war, was raus musste. Ernährung zu der Zeit waren aus stresstechnischen Gründen hauptsächlich Käsebrot und Spaghetti mit Pesto. Also massig Gluten, mit Casein als Beilage.
Jetzt esse ich wie oben beschrieben völlig anders, und hatte neulich wieder das Vergnügen, mich wieder mit solchen Blasen auf meinen Fußsohlen zu beschäftigen.

Es dauerte ewig, bis die Lymphe irgendwann von selbst aufhörte, auszulaufen.

Bestätigung für die Sinnhaftigkeit der Vermeidung von Casein und Gluten habe ich auch in anderen Erfahrungsberichten gefunden. Entsprechend kann ich das nur nahelegen.
Eine spezialisierte Ärztin (leider erinnere ich mich nichtmehr an ihren Namen) berichtete übrigens aus ihrer Praxis, dass 90% ihrer Patientinnen auch eine KPU oder HPU hatten, also Probleme in der Leber, die die Entgiftung behindern und mit einem deutlich erhöhten Mikronährstoffbedarf einhergehen.

HPU und KPU provozieren auch sekundäre Mitochondriopathien.

Ich identifiziere also wie immer die Themenbereiche von guter Nährstoffversorgung, Entgiftung, achtsamer Ernährung, Bewegung und, was ich noch nicht besprochen habe, ein naturnaher Lebensstil mit wenig Stress und im Einklang mit den zirkadianen Rhythmen, so wie das Pflegen der Psyche.

Denn Lebensstil und psychische (Un-)Gesundheit wirken sich selbstverständlich auch körperlich aus. Nämlich über Hormone.

Und nun lade ich euch ein, den eventuell angestrebten OP-Termin mal aus den Augen zu lassen, und mit mir gemeinsam an diesem Symptombild zu forschen. Denn auch, wenn das aktuelle Schönheitsideal wieder pro Kurven geht, vermisse ich doch etwas Leichtigkeit.
Und wenn das mit den Toxinen stimmt, dann will ich mir dabei helfen, sie sanft aus meinem Körper zu geleiten, an einen besseren Ort.

Das Klo zum Beispiel.

Mit gesunder Ernährung wie ich sie jetzt praktiziere, Bewegung und sporadischen Entgiftungsmaßnahmen bin ich, abgesehen von immernoch fülligen Beinen, symptomfrei. Ich habe keine Schmerzen mehr, kaum noch Lymphödeme und halte nun schon seit langem einen Oberschenkel-Umfang von +/- 62 cm. Vor den gezielten Maßnahmen hing ich bei etwa 74 cm fest, über Jahre. Die Bilder von früher sind oben zu sehen.

 

Hier nochmal ein älteres Bild:

 

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Dieses Bild entstand nach etwa 2 Monaten Rohkost. Anfangs hatte sich einiges drastisch verbessert, und meine Unterschenkel sind jetzt wieder fülliger als damals. Man kann auch jetzt den Anflug eines Fettkragens erkennen, welcher auf diesem Bild nicht zu finden ist. Aufgrund von extremem privatem Stress und ein paar erschwerenden Faktoren der Infrastruktur konnte ich leider nicht bei Rohkost bleiben. Auf dem Bild sind meine Oberarme schon betroffen. Ich plane, zur Rohkost zurück zu kehren, und achte schon jetzt auf einen möglichst hohen Rohkost-Anteil in meiner Nahrung.

 

Hier aktuellere Bilder, vom letzten Winter (17/18):

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Hängt noch etwas, aber schon deutlich weniger.

 

Ich habe vegan und glutenfrei gegessen, anfangs jeden Tag Yoga, später Krafttraining gemacht und meine Smoothies aus frischen Wildkräutern getrunken. Mir tat es gut, auf einen hohen Anteil hochwertiger, gesättigter Fette zu achten. Auch Leberreinigungen haben geholfen. Wiegen tue ich jetzt vermutlich etwa 10 kg weniger.

Ich bin zuversichtlich, dass ich weitere Verbesserungen erreichen werde.

Wenn du betroffen bist und Optionen fernab der OP suchst, dann heiße ich dich gerne in meiner Facebook-Gruppe zum Thema willkommen: *klick*

Welche Erfahrungen hast du zum Thema?

 

 

Sollte dir der Beitrag gefallen oder gar geholfen haben, freue ich mich, wenn du ihn teilst.
Gerne nehme ich auch einmalige Spenden oder fortlaufende Patenschaften an, um meine Tätigkeit zu finanzieren. (z.B. an info(a)entfaltungsblog.com via Paypal)

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Hier schreibt Mira. Hauptberuflich Lebenskünstlerin mit Fokus auf Heilkunde und Mutterschaft.

9 thoughts on “Lipödem – Fett und faul, oder doch irgendwie mehr?

  1. Danke für deinen Bericht.
    Das könnten meine Fotos sein.
    Ich finde dich mutig und es ist so wichtig all die betroffenen Frauen aufzuklären. Veränderung zum Positiven ist auch bei diesem Krankheitsbild möglich. Es kostet ständige Anstrengung aber man wird voll dafür belohnt. Nur wer sich ergibt hat verloren.
    Gerne unterstütze ich deine Arbeit mit einer Spende. Sie ist unbezahlbar.
    Liebe Grüße
    Gabriele Karlisch

    1. Vielen Dank für deine Worte, Gabriele!
      Es hat sehr viel Mut gekostet, diese Fotos einzustellen. Aber ich will nicht mitmachen bei der Scharade, dass alles was nicht dem Ideal entspricht versteckt oder angepasst werden muss.
      Mit der Zeit darf man auch wieder etwas lockerer lassen, aber ein paar Jahre dran bleiben und Gewohnheiten, gesunde Routinen schaffen, das ist sehr wichtig.
      Und es lohnt sich so sehr. Ich habe viel mehr Lebensqualität erlangt, als icherlangtglich gehalten hätte ❤
      Liebe Grüße!

      Nachtrag: Die Spende ist angekommen! Vielen lieben Dank, Gabriele!

  2. Habe mich in deinem Artikel wiedergefunden.Bin auch eine Lebenskünstleerin und versuche alles erdenkliche um das es einem besser geht.An manchen Tagen geht es gut und dann fällt man wieder in ein loch.Würde gerne deiner FB Gruppe beitreten.

  3. Hallo, neulich hat eine Bekannte darüber geschrieben etwas gefunden zu haben was ihr bei dem LIPÖDEM sehr geholfen hat. Hier ihr Bericht. Im Anschluss ein Link wo ihr das Kaufen könnt:
    14.3.2018 „Ihr Lieben… Da ich selbst betroffen bin von einer Krankheit die nicht heilbar ist und ich weiss, das viele Frauen STILL darunter leiden wie ich, möchte ich euch gern meinen Erfahrungsbericht zu Venovit Intense und Aqua go Strong hier hinterlassen und ihn euch zu Werbezwecken zur Verfügung stellen um den Frauen zu helfen,denen es genauso geht wie es mir ging…..!
    Bericht kommt im Anschluss!

    „Moin Ihr Lieben!

    Weil ich weiss, das es viele Frauen gibt ,die darunter leiden, auch ich, möchte ich euch etwas über LIPÖDEME erzählen!

    Lipödeme sind eine schmerzhafte Wassereinlagerungen die nicht heilbar,aber therapierbar sind!

    Ich selbst leide seit meiner Jugend an dieser Krankheit!
    20 Jahre davon ohne zu wissen,was mir da so fürchterliche Schmerzen und dieses unschöne Aussehen meines Körpers beschert!
    Von Arzt zu Arzt und immer wieder hiess es ,das sind Wachstumsschmerzen!

    Mit 30 Jahren konnte das doch aber wohl nicht mehr angehen!
    Als ich kurz nach meinem 30.Geburtstag einen schweren Unfall hatte ,bei dem ich nicht nur fast mein Leben sondern auch fast mein Bein verlor ,bekam ich dann im Krankenhaus die niederschmetternde Diagnose : Lipödem

    Ich ging von da an 3 x die Woche zur Lymphdrainage und trug täglich Kompression….bis heute !

    2010 wurde ich schwanger,bekam 2011 eine kleine Tochter die,wie sich herausstellte ein ziemlicher kleiner Wirbelwind war…!
    Sie tobte gern mit Mama ,hopste auf meinem Schoss herum!Jedesmal schossen mir vor Druckschmerz die Tränen in die Augen…auch vor Traurigkeit,denn wie gern hätte ich so mit ihr rumgetollt,wie andere gesunde Mütter das tun!?
    Nicht nur der Schmerz hielt mich davon ab…Nein auch meine Bewegung war sehr eingeschränkt durch die Kompression!

    Lange Rede kurzer Sinn…. Eine Firma hat es geschafft zwei Mittel zu entwickeln,die mir zwar nicht die Kompression ersparen ,aber mir die mir alle Schmerzen genommen haben!
    Als ich anfing es zu nehmen, tat sich erstmal nicht viel…aber plötzlich, nach ca 4 Wochen, merkte ich , als meine inzwischen fast 7 Jahre alte Tochter mal wieder ungefragt auf den Schoss sprang, das der Schmerz ausblieb !🤗

    „Mädels, ich habe geweint vor Freude, das kann sich keiner vorstellen, der nicht diese Krankheit hat!

    Und so möchte euch, die auch betroffen sind meine Geschichte nicht vorenthalten und ich hoffe, das ich damit ganz vielen von euch helfen kann auch schmerzfrei zu leben!

    Die beiden Mittel die super geholfen haben sind CBD-Hanf-Produkte!

  4. Super spannende Zusammenfassung.

    Ich habe lange Zeit ebenfalls in Unwissenheit gelebt, obwohl mir in der Ausbildung (ich bin Physiotherapeutin) das Krankheitsbild Lipödem sogar begegnete.
    So lange bin ich mit ‚deine Beine sind eben dicker‘ und den ewigen Schuldgefühlen ‚faul und zu inkonsequent‘ zu sein, aufgewachsen, dass ich absolut blind war.
    Aber nach und nach setzte sich die Erkenntnis fest. Erstaunlicherweise hatte ich eher ein Erleichterungsgefühl und es flossen Tränen der anderen Art. Denn ich konnte endlich annehmen, dass ich nicht zu faul bin. Dass ich nicht zu schlecht esse (ich bin ohne Zucker und mit Vollkornprodukten aufgewachsen, da meine Mutter – ebenfalls mit ‚eben strammen Waden‘ ihren Weg durch den Dschungel der gesunden Ernährung suchte, als es noch nicht in war). Dabei habe ich so viel probiert. Low-Carb, fast nur Gemüse, keine Fleisch, Fasten. Für mich gab es den gelegentlichen Gang zu McDonalds nicht. Die einzigen Ausrutscher waren Nudeln und Gummibärchen. Vereinzelnt. Und mit Tränen des Selbsthasses verbunden.
    Und dennoch hatte sich tief eingeprägt, dass es meine Schuld sein muss. Dass ich eben für meine Figur mehr machen muss, als die anderen und dass ich es nicht richtig mache.

    Mein Partner hat mir schon vor der Erkenntnis ebenfalls in die Kategorie Lipödem zu fallen sehr für mein Selbstgefühl geholfen.
    Aber dennoch war es, wie gesagt, eine Erleichterung für einen kurzen Moment los lassen zu können. Sich selbst sagen zu können: es ist nicht deine Schuld.
    Nur für einen kurzen Moment, da ich tief daran glaube, dass unsere Körper ein Abbild unseres Inneren sind. Und das meine ich nicht schwarz und weiß und bewertend. Sondern dass Symptome einfach nur ein Ausdruck sind.
    Und da bin ich seit längerer Zeit dran. So gesehen, kann ich es also doch als ‚meins‘ akzeptieren. Aber anders als vorher. Ich konnte den Ernährungs- und Sportdrang loslassen.
    Ich finde bewusste Ernährung absolut wichtig, ebenso wie die Nutzung des Körpers.

    Meine erste Veränderung habe ich gemacht, als ich ein 10-Sitzungen Körpertherapieprogramm in Anspruch genommen habe. Faszientherapie. Deswegen fand ich es lustig, dass du das erwähntest. Anders als du empfindest, glaube ich, dass fasziale Verklebungen nur durch die richtige Griffe und einfühlsame, langsame Therapiegriffe, die mit dem richtigen Druck ausgeübt werden, gelöst werden können. Ich habe es am eigenen Leib erlebt.
    Natürlich ist Bewegung wichtig. Aber wir bewegen uns einfach in Mustern, die nicht mehr 100% natürlich sind (Bücken, Gehen, oder Arm heben, erfolgt z.B. eigentlich nicht mit steifen Gelenken). Und da Faszien in ihrer Form veränderlich sind (Sol- und Gelzustand) und der Körper sich immer in Veränderung befindet, passt der sich einfach den Bewegungen an, die ständig ausgeübt werden. Man kann also mit ein paar Minuten, nicht mal mit einer Stunde ‚Faszientraining‘ am Tag die restlichen Stunden am Tag ausgleichen, an denen man sich in diesen anderen Mustern bewegt, die zu Verklebungen führen.
    Aber das hat mit dem Lipödem eigentlich nichts zu tun.
    Ich habe jedenfalls gemerkt, wie sich meine Beine deutlich verändert haben. Die von meiner Muttre übrigens auch. Ich war da gar nicht drauf vorbereitet und wollte die Sitzungen eigentlich ’nur‘ wegen einer aufrechteren Haltung.
    Aber gerade die Sitzungen für die Beine waren spannend. Der Therapeut meinte, meine Unterschenkelfaszien seien richtig mit dem Periost (Knochenhaut, auch Fasziengewebe) verklebt und so was hätte er noch nie erlebt.
    Ich habe an den Waden bestimmt zwei Zentimeter Umfang verloren und sie sind weniger stampfig als vorher. Sie sind immer noch stampfig, aber die wenigen Zentimeter machen so viel aus. Ich passe viel besser in meine Reitstiefel.
    Und die Oberschenkel haben sich massiv verändert. Ich habe immer noch die Knöllchen um die Knie und die ‚Reithosen‘, aber an der Oberschenkelinnenseite hat sich eine Konkavität eingestellt, so dass ich, wenn ich einen kurzen Rock trage, das optisch sehr schön ausgleichend wird.

    Deine Erfahrung mit der Rohkost kann ich teilen. 1 1/2 Jahre habe ich auf diese Weise gelebt und nie weniger gewogen, oder schlankere Waden und Schenkel gehabt. Die Arme haben allerdings in dieser Zeit angefangen und mein Gesicht war etwas eingefallen. Brüste hatte ich gar keine mehr.
    Aber es hat mir, unabhängig vom Aussehen, einfach irgendwann keine Freude mehr bereitet.
    Jetzt ist mir der Gedanke ein Graus, zur Rohkost zurück zu kehren.

    Dein Gedanke mit dem Blutegel finde ich äußerst interessant. Ich musste auch an die, häufig ja also so absolut abstrus und rückständige 5 Säfte (oder 4 Säfte?) denken, die angeblich (weil wer weiß das schon wirklich) vor einigen Jahrhunderten praktiziert wurde, bevor die morgenländischen Ansätze nach Europa schwappten.
    Mir ist mal bei einer Freundin aufgefallen, die regelmäßig Blut spenden war (was jeder darüber denkt, seit ihm frei gestellt). Sie sah in dieser Zeit sehr vital aus und war auch schlanker. Was ich gar nicht wichtig an sich finde, sondern spannend, da es ja einfach etwas ausdrückt.
    Und da bei einer Liposuktion ja tatsächlich auch viel Blut und andere Gewebsflüssigkeit ausgeschieden wird, würde es mich nicht wundern, wenn das mit Teil der ‚Lösung‘ ist.

    Alles in einem glaube ich, dass es verschwinden kann. Obwohl ich mir manchmal wünsche, das nicht zu glauben. Manchmal glaube ich, ich könnte besser damit leben, wenn ich akzeptieren könnte, dass es sowieso nie weggehen wird. Gleichzeitig ist diese Symptomsammlung auch ein großer Antrieb für mich, mich mit meinem Körper und meiner Gesundheit auseinander zu setzen.

    Danke also für deinen Beitrag und die Möglichkeit des Austausches und Erfahrungen von anderen Frauen zu lesen, die nicht der Liposuktion hinterher laufen. Das macht mich nämlich langsam ein wenig krank.

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